Suuupa maaaypy

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Wie ich schon sagte: dass etwas verschwindet, kommt vor. Aus Schmerzen werden Phantomschmerzen. Blut hoert auf zu fließen und Menschen - Menschen sterben.
Es gibt noch mehr, was ich zu sagen habe - so viel mehr. Aber... ich bin verschwunden.


Vielleicht moegen wir ja den Schmerz. Vielleicht sind wir Menschen von Natur aus so. Denn ohne Schmerz – ich weiß nicht ... wuerden wir uns vielleicht nicht wirklich spueren. Wie sagt man noch? "Warum haue ich mir staendig mit 'nem Hammer auf den Kopf? Weil es so schoen ist, wenn der Schmerz nachlaesst."
Zartbitter am 2.1.08 17:31




The world will never ever be the same.
And you're to blame.

Zartbitter am 4.11.07 14:36


Ich wünschte mir das Gefühl der Taubheit zurück, aber ich wusste nicht mehr wie das ging. Der Albtraum bohrte in meinem Hirn und zwang mich dazu, über Dinge nachzudenken, die mir wehtaten.
Selbst als ich die Bilder schaudernd wegwischte, spürte ich, wie meine Augen sich mit Tränen füllten und wie das Loch in meiner Brust wieder anfing zu brennen. Ich schlang die Arme um meinem Oberkörper, damit er nicht in Stücke zerfiel..Ich krümmte mich, versuchte ohne Lunge zu atmen.Ich fragte mich, wie lange das noch so gehen konnte. Vielleicht könnte ich eines Tages, in vielen Jahren- wenn der Schmerz auf ein erträgliches Maß zurückgegangen wäre- auf jene wenigen kurzen Momente zurückblicken, die immer die schönsten meines Lebens sein würden. Und falls der Schmerz tatsächlich einmal so weit abklingen würde, dass das möglich wäre, würde ich vielleicht dankbar dafür sein, dass er mir so viel Zeit geschenkt hatte. Mehr, als ich verlangt hatte, mehr, als ich verdiente. Vielleicht konnte ich es eines Tages so sehen.
Aber wenn der Schmerz nun nie nachließ? Wenn das Loch nie verheilte? Wenn die Wunde dauerhaft war und sich nicht reparieren ließ?
Ich schlang die Arme fest um den Körper.

Es war ein lähmendes Gefühl, als hätte mir jemand ein riesiges Loch in die Brust geschlagen, die wichtigsten Organe herausgeschnitten und klaffende Wunden hinterlassen, die einfach nicht aufhören wollten zu pochen und zu bluten. Mein Verstand sagte mir, dass meine Lunge funktionierte, trotzdem rang ich nach Luft, und in meinem Kopf drehte es sich. Auch mein Herz schlug wohl, doch ich spürte keinen Puls, und meine Hände fühlten sich an, als wären sie blau gefroren. Ich rollte mich zusammen und schlang die Arme um die Brust, als könnte ich meinen Körper so zusammenhalten. Ich versuchte alles, damit die Taubheit zurückkehrt, doch es wollte nicht gelingen."

"Ich hatte es mir verboten, an ihn zu denken. In dieser Beziehung versuchte ich sehr streng zu sein. Natürlich passierte hin und wieder ein Ausrutscher, schließlich war ich nur ein Mensch. Doch es wurde besser, und jetzt gelang es mir manchmal schon, den Schmerz tagelang zu vermeiden. Dafür bezahlte ich mit dieser allumfassenden Taubheit. Bei der Wahl zwischen Schmerz und dem Nichts hatte ich mich für das Nichts entschieden.
Jetzt wartete ich auf den Schmerz. Ich war nicht länger taub- nach so vielen Monaten im Nebel waren meine Sinne jetzt ungewöhnlich geschärft-, doch der normale Schmerz blieb aus.

Die Zeit vergeht. Selbst wenn es unmöglich erscheint. Selbst wenn das Ticken jeder sekunde schmerzt wie das pochende Blut hinter einer Prellung. Sie vergeht ungleichmäßig, in merkwürdigen Schlangenlinien und mit zähen Pausen, aber sie vergeht. Sogar für mich.
Zartbitter am 3.11.07 18:56


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